Der Spanisch-Leistungskurs von Frau Dülmer-Jorde aus der MSS 12 2025/26 war vom 14. bis 19. Januar auf Studienfahrt in Spaniens atemberaubender Hauptstadt Madrid.
Begleitet wurden wir von Frau Dülmer-Jorde und Frau Blaßhofer, welche uns einen unbeschwerten und unvergesslichen Aufenthalt bescherten.
Am Mittwoch, den 14. Januar, ging es für uns nach der 5. Unterrichtsstunde auf zum Frankfurter Flughafen, von wo aus wir unsere Reise beginnen sollten. Nach einem knapp 3-stündigen Flug landeten wir erst spät am Abend in Madrid. Sogleich machte sich unsere Schülergruppe auf den Weg zum Hostel, welches vom Stadtzentrum aus nach der Busfahrt auch zu Fuß sehr gut erreichbar war. Dort angekommen, richteten wir uns ein und gingen zeitnah schlafen, um den darauffolgenden Tag voller Elan begrüßen zu können.
Den nächsten Morgen starteten wir mit einem gemeinschaftlichen und typisch spanischen Frühstück, das uns im Hostel bereitgestellt wurde und einen guten Vorgeschmack auf die Kulinaritäten Spaniens darstellte. Neben der Essensversorgung waren ebenfalls die Bäder und Zimmer gepflegt und weitgehend hygienisch, sodass wir uns gut einleben konnten.
Nach der ersten Stärkung begaben wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt, um die „Puerta del Sol“ zu besuchen, wo wir den „Kilómetro Cero“, welcher eine kleine Messingplatte im Herzen der „Puerta del Sol“ ist und als symbolischer Ausgangspunkt des spanischen Straßennetzes dient, begutachteten. Außerdem befindet sich dort der „Bär und der Erdbeerbaum“ (El Oso y el Madroño), das offizielle Wappentier Madrids und ein ikonisches Symbol der Stadt. Des Weiteren konnten wir am berühmten Glockenturm des Königlichen Postamts noch Überreste der berüchtigten alljährlichen Silvesterfeierlichkeiten (Nochevieja) entdecken, die dort an diesem alten Stadttor abgehalten werden. Die Nochevieja ist bekannt für die traditionelle Zeremonie der zwölf Glückstrauben.
Von dort aus setzten wir unseren Weg fort in Richtung „Plaza Mayor“, welcher der zentrale und historisch bedeutendste Hauptplatz Madrids ist, wobei dessen beindruckende Architektur im spanischen Barockstil große Bewunderung bei uns auslöste.
Nach einer kurzen Mittagspause, bei der sich alle etwas zu Essen besorgten, gingen wir ins Literatenviertel (Barrio de las Letras), ein charmantes Viertel bekannt für sein literarisches Erbe, in dem man sowohl das Hausmuseum des Lope de Vega besichtigen, als auch das Haus des Nationaldichters Miguel de Cervantes bestaunen kann. In den Boden eingraviert fanden wir einige Zitate aus bekannten spanischen Werken – zum Beispiel aus „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes – auf, welche wir gemeinsam übersetzten, entschlüsselten und interpretierten. Im Laufe der Tage bauten wir einige Kurzvorträge bezüglich wichtiger Themen wie Politik, Kultur und Geschichte ein, die wir Schüler im Vorfeld vorbereitet hatten.
Gegen Abend besuchten wir das berühmte „Museo del Prado“, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, welches für uns einige Meisterwerke der spanischen und europäischen Kunst vom 12. bis zum frühen 19. Jahrhundert bereithielt, gefertigt von Künstlern wie Goya, Velázquez, Bosch und El Greco. Das Museum ist einen Besuch auf jeden Fall wert und beeindruckte uns nachhaltig.
Danach ließen wir den Tag in Kleingruppen ausklingen.
Um einen noch besseren Einblick in die spanische Küche zu erhalten, brachte uns Frau Dülmer-Jorde den nächsten Morgen am Freitag in das berühmteste Traditionscafé Madrids, die „Chocolatería San Ginés“, um Churros con Chocolate zu verspeisen. Diese waren geschmacklich und preislich hervorragend.
Daraufhin besichtigten wir die Altstadt und erwarben selbstgebackene Kekse bei mysteriösen Nonnen, die ein geweihtes Leben führen und sich deshalb bei der Übergabe nicht zeigen durften.
Nachdem wir zusätzlich den „Palacio Real“ besichtigten, in dem einst die Königsfamilien lebten, besuchten wir ebenfalls die „Catedral de la Almudena“, welche das bedeutendste religiöse Gebäude der Stadt darstellt und direkt neben dem Königspalast liegt.
Als Letztes bestaunten wir die Überreste der alten Stadtmauer, geschaffen durch die Araber, die im 8. Jahrhundert nach Christus Spanien erobert und im Zuge dessen Madrid gegründet hatten.
Am nächsten Tag erwartete uns leider ungemütliches Wetter, doch dies konnte uns nicht davon abhalten, den Vormittag für einen ausführlichen, erfolgreichen und kostspieligen Shoppingtrip zu nutzen, denn die spanischen Läden hatten viele abwechslungsreiche Angebote. Anschließend trafen wir uns zum gemeinsamen Mittagessen im Rathaus (Ayuntamiento), woraufhin wir uns zum berühmten „Parque del Buen Retiro“, der Ort, an dem man sich vom Trubel der Stadt zurückziehen und den großen See in seinem Innern ansehen kann, aufmachten.
Am Abend besuchten wir das Museum „Reina Sofía“, das wichtigste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Madrid, wobei der Fokus auf dem Werk „Guernica“ von Picasso lag, welches für das Museum wie die „Mona Lisa“ für den Louvre ist. Dieses zeigt die Schrecken und Zerstörung des spanischen Bürgerkriegs.
Später bestellten wir uns Essen ins Hostel und wir Schüler verbrachten den restlichen Abend zusammen.
Auf unseren letzten Tag, den Sonntag, freuten wir uns besonders, denn endlich ging es zum „Rastro“, Madrids legendärem Freiluftflohmarkt, der eine wilde Mischung der unterschiedlichsten Stände anbietet, hier hatten wir erneut viel Spaß. Am Nachmittag besuchten wir den „Círculo de Bellas Artes“, eine Dachterasse, welche uns einen spektakulären Panoramablick auf die Metropole, die „Gran Vía“ und die im Hintergrund liegenden Berge bot. Dort ruhten wir uns auf gemütlichen Liegeplätzen vom vielen Gehen aus, denn die ausführliche Besichtigung Madrids und das Kennenlernen und Erfahren der spanischen Kultur hielt für uns täglich ungefähr 20.000 Schritte bereit. Am Abend kamen wir in einer Tapas-Bar zusammen und genossen die spanischen Köstlichkeiten. Diese gemeinsame Zeit stellte einen wundervollen Abschluss unserer Fahrt dar, bevor wir schon um halb vier in der Nacht zum Flughafen aufbrachen.
Rückblickend lässt sich schließen, dass die Studienfahrt nach Madrid den Zusammenhalt unseres Leistungskurses nachhaltig gestärkt und gefestigt hat und wir eine aufregende und schöne Zeit gemeinsam hatten. Wir haben viel über Madrids Geschichte, Politik und Kultur gelernt und konnten außerdem unsere Spanischkenntnhisse anwenden und verbessern.
(Text: Laura Köhler und Liane Adler)








RWG