Ein Abend voller Kreativität, Klang und Spielfreude am Rhein-Wied-Gymnasium

Die Jubiläumsnacht der Künste verwandelte am Freitag, dem 30.10.2026, das Schulgebäude in eine Bühne, eine Galerie und einen Ort überraschender Begegnungen: Anlässlich des 150-jährigen Schuljubiläums präsentierten die Fachbereiche Darstellendes Spiel, Bildende Kunst und Musik eindrucksvoll, wie vielfältig, kreativ und lebendig kulturelle Bildung am RWG ist.

Den Auftakt gestalteten die Bläserklasse 6b von Katharina Fölster und der DS-Kurs 13 ds 1 von Christine Hahn mit einer pantomimischen Reise durch die Schulgeschichte. Anschließend eröffnete die Schulband Rock With Groove unter der Leitung von Frank Marker den Abend musikalisch und gab damit den Startschuss für ein Programm, das bis in die späten Abendstunden hinein zahlreiche Facetten künstlerischen Schaffens offenbarte.

In der Aula, in verschiedenen Unterrichtsräumen und im Galeriegang vor den Kunstfachräumen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Angebot. Der Fachbereich Bildende Kunst lud unter dem Titel „Zwischen Licht und Schatten – Inszenierungen des Lebens“ zu einer Ausstellung mit Arbeiten unterschiedlicher Jahrgangsstufen ein. Malerei, Installationen und kreative Bildwelten machten das Schulgebäude einmal mehr zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern unmittelbar erlebt werden konnte.

Auch musikalisch war die Vielfalt beeindruckend: Junge Talente aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 präsentierten sich bei den „Newcomern“ am Klavier und an der Violine. Geburtstagsständchen des Unterstufenchores, kammermusikalische Beiträge mit Flöte, Euphonium und Klarinette sowie die Auftritte von zwei pensionierten Kollegen, Michael Stühn und Rainer Loosen, sorgten für ganz unterschiedliche Klangmomente. Den musikalischen Schlusspunkt setzte erneut Rock With Groove mit vier wundervoll interpretierten Songs der Pop- und Rock-Geschichte.

Facettenreich präsentierte sich auch der Fachbereich Darstellendes Spiel. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 zeigten ein breites Spektrum theatralischer Ausdrucksformen: von einer Brecht-Inszenierung („Fake News“ unter der Leitung von Christine Hahn) und dokumentarischem Theater („Fahrt in den Westen ´89“ unter der Leitung von Clemens Deppe) über moderne Märchen bis hin zu Pantomime und Schwarzlichttheater. Gesellschaftliche Fragen, persönliche Erfahrungen, Sehnsüchte und humorvolle Alltagsbeobachtungen fanden ebenso ihren Platz wie überraschende Perspektiven auf bekannte Themen. Die Aufführungen machten deutlich, wie viel Spielfreude, Ideenreichtum und darstellerisches Können in den Kursen steckt.

Was diesen Abend besonders auszeichnete, war jedoch nicht allein die Fülle der Darbietungen, sondern ihr Zusammenspiel. Insgesamt über 150 Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Jahrgangsstufen präsentierten ihre Arbeiten, sammelten Bühnenerfahrungen, musizierten gemeinsam oder luden dazu ein, Kunst aus neuen Blickwinkeln zu entdecken. Die drei Fachbereiche gestalteten einen Abend, an dem sich ihre unterschiedlichen Ausdrucksformen gegenseitig ergänzten und zu einem großen kulturellen Gesamtbild verbanden.

Die Jubiläumsnacht der Künste war damit weit mehr als eine schulische Präsentationsveranstaltung: Sie war ein eindrucksvolles Schaufenster dessen, was künstlerische Bildung am Rhein-Wied-Gymnasium bewirken kann – Kreativität entfalten, Talente sichtbar machen, Gemeinschaft erleben und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, die mit ihren musikalischen, künstlerischen und theatralen Beiträgen diesen Abend gestaltet haben, ebenso den beteiligten Lehrkräften für ihre intensive Vorbereitung und Begleitung: Laura Lunkwitz, Alina Lob und Susanne Soffner des Fachbereiches Bildende Kunst, Elisabeth Ackerschott, Katharina Fölster, Frank Marker und Jochen Settili für den Fachbereich Musik und Clemens Deppe für den Fachbereich Darstellendes Spiel.

Ebenso bedanke ich mich bei der Technik-AG, bestehend aus den Schülern Emil Daibach, Lukas Stahnke, Oskar Gögler, unter der Leitung von Jochen Settili, und die zusätzliche Unterstützung von Charlotte Daniel.

Gemeinsam haben wir das RWG in dieser Nacht in einen Ort verwandelt, an dem Kunst, Kultur und Schulgemeinschaft auf besonders schöne Weise zusammenfanden.

(Text: Christine Hahn – Fotos: Laura Lunkwitz, Katharina Fölster, Corinna Weins, Peter Hahn, Nadine Böhm)

Einige Impressionen von der Jubiläumsnacht der Künste